Frankfurter Start-up FaceLedger startet neue Marketing-Plattform
Das Start-up FaceLedger hat einen Online-Marktplatz in Betrieb genommen, auf dem Menschen ihr Gesicht für KI-Werbung lizenzieren und damit Geld verdienen können. Wie das genau funktioniert.
© FaceLedger
Das Frankfurter Marketing-Start-up FaceLedger hat eine digitale Plattform gestartet, auf der Nutzerinnen und Nutzer ihr Gesicht für KI-Werbung lizenzieren können. Unternehmen erhalten so einen Foto-Datensatz von verifizierten Personen, den sie als Grundlage für KI-generierte Werbung nutzen können. Die Personen werden dafür mit 65 Prozent des Gesamtpreises vergütet. Das Start-up bringt Werbegesichter und Unternehmen auf seiner Plattform zusammen.
Plattform vermittelt Partnerschaften, erstellt Verträge und wickelt Zahlungen ab
Mit seinem Angebot möchte FaceLedger nach eigenen Angaben die Lücke zwischen per generativer KI erzeugten Werbegesichtern und echten Menschen schließen. Die Foto-Datensätze echter Personen als Grundlage für KI-Werbung helfen unter anderem sicherzustellen, dass ein KI-Bild nicht versehentlich einer realen Person ähnelt. "Jede Person auf der Plattform ist per Ausweis verifiziert, hat ausdrücklich eingewilligt und legt selbst fest, für welche Branchen sie nicht zur Verfügung steht", betont FaceLedger in einer Mitteilung. "Unternehmen finden Menschen über gezielte Filter in einer geschützten Suche. Nach der Annahme einer Anfrage durch die Person entsteht der Lizenzvertrag automatisch, die Zahlung wird eingezogen, die Auszahlung an die Person erfolgt automatisch. Nach Ende der Laufzeit wird der Datensatz beim Unternehmen gelöscht."
Nach dem Start soll der Marktplatz von FaceLedger auch international wachsen
Gegründet wurde FaceLedger im April 2026. Die Plattform ist seit August 2026 in acht Sprachen verfügbar. Nach dem Start der Plattform hat sich das Start-up nach eigenen Angaben für die kommenden Monate Skalierung und die Freischaltung weiterer Länder vorgenommen. "KI hat die Produktion von Werbung verändert. Jetzt verändert sie auch den Menschen vor der Kamera. Unternehmen können heute ein Gesicht generieren, aber nicht die Rechte an einer realen Person. Genau dafür haben wir FaceLedger gebaut", sagt Gründer Marcel Mankus. „Wir glauben, dass KI-Werbung mit echten Menschen funktioniert, wenn diese Menschen gefragt werden, mitverdienen und Nein sagen können."
Weitere Informationen zu FaceLedger gibt es auf der Webseite des Start-ups. Der Unterstützung von Start-ups haben sich auch die Gründerzentren in Hessen verschrieben. Zwei von ihnen, das TechQuartier in Frankfurt und das HUB31 in Darmstadt, wollen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft künftig enger kooperieren. Alle Informationen zur neuen Kooperation gibt es in unserem ausführlichen Beitrag.
Auch interessant für dich
Naspa fördert zusätzliches Hessen Ideen-Stipendium
Hessen Ideen, die Initiative des Landes Hessen für Gründungen aus Hochschulen, öffnet sich erstmals für privates Kapital. Die Nassauische Sparkasse übernimmt die Finanzierung eines weiteren Gründerstipendiums.
Gründerzentren TechQuartier und HUB31 vereinbaren strategische Partnerschaft
Die Städte Frankfurt und Darmstadt wollen die Arbeit ihrer Technologie- und Gründerzentren TechQuartier und HUB31 enger verzahnen. Profitieren soll davon die ganze Rhein-Main-Region.
Deutscher Startup Monitor: Zuversicht bei Gründern wächst
Wie geht es Start-up-Gründerinnen und -Gründern und der Start-up-Branche insgesamt? Das hat der Startup-Verband im Deutschen Startup Monitor 2026 ermittelt. Die zentralen Erkenntnisse im Überblick.